Kraftwerk – Stockhausen – Cage

Kraftwerk hat es ins Museum geschafft (Städtische Galerie Lembachhaus, Kunstbau, München)

 

Spannend wäre es das Verhältnis dieser Elektronik-Pioniere zu Stockhausen zu beleuchten. So weit ich weis, hat Stockhausen den Leuten von Kraftwerk einen Besuch oder Aufenthalt in seinem Studio für Elektronische Musik verwehrt. So haben sie ihr eigenes Studio, das Kling-Klang-Studio, gegründet.

 

Stockhausen hatte aber eine Zeitlang eine enge Verbindung zu Cage. In den 1950er war er eine Art Schüler, zumindest standen sie in regem Austausch. Da Cage eine andere Auffassung von der Aleatorik hatte, haben sie sich zeitweilig überworfen, (ähnlich ging es Cage mit Boulez).

 

Das Kraftwerk nun im Museum gezeigt wird (nach dem Lembachhaus ging es nach New York ins MoMa), zeigt für mich, dass auch von diesen Musikern eine „gewisse“ Qualität ausgegangen war. Sie haben das Lebensgefühl der 1980er Jahre recht genau getroffen, sie stehen wie keine andere Musikgruppe für die Zukunft de Vergangenheit, die uns in vielen Punkten, eingeholt hat und in anderen weit hinter uns liegt.

 

Die Museumswürdigkeit haben sie sich nicht nur durch das konsequente festhalten an diesem Konzept verdient, sondern auch durch ihr immer noch ansteckende Musikalität, die einfach deutlich aus dem üblichen (Synthi-)Pop-Gewaber hervor sticht.

 

Die Umsetzung der KlingKlangMaschin könnte ein echtes Vorbild für meinen Cage-Walk-Klangteppich sein und ist auch eine kleine „Konkurrenz“ zum Cage-Orgel-Projekt (zumindest in zeitlich Hinsicht, wenn es jemanden gibt der die Maschin die ganze Zeit laufen lässt).

also wen jemand einen Programmierer kennt … sagt mir Bescheid.

Post a Comment

You must be logged in to post a comment.