Cage Walk ?

Dies ist die Dokumentationsseite des Cage Walk einer ART-Pilgerreise die im Sommer 2012 (leider nur virtuell) stattfand.

Mehr Informationen unter Cage Walk ?            Information in english

Comments 6

  1. Didi Thomas wrote:

    Wie kann man nur so seine Zeit verschwenden und sich mit so einen Blödsinn abgeben?

    Cage ist doch eine Schwachsinniger! Der hat doch überhaupt nichts Vernünftiges von sich gegeben.

    Nichts als BlaBla, warum sollte ich mir damit meine Zeit verderben?

    Mach deinen Blog zu und geh schlafen

    Posted 08 Aug 2011 at 23:35
  2. admin wrote:

    Hallo Didi,
    nun ja, andere glauben an das Spaghettimonster, warum sollte ich mir nicht auch einen Zeitvertrieb suchen
    Danke jedenfalls, dass du dir die Mühe gemacht hast

    Posted 10 Aug 2011 at 13:59
  3. Rose wrote:

    Hallo Stefan,
    was hast du den immer mit dem Spaghettimonster?
    Ich dachte du bist Christ… oder doch Buddhist … oder was?

    Posted 12 Aug 2011 at 01:17
  4. admin wrote:

    Hi Rose,
    nun ja ich gehöre der Katholischen Kirche an würde mich aber zusätzlich als Taoist bezeichnen (nach Alan Watts: „Der Lauf des Wassers“). Generell verhalte ich mich welt-ökomenisch und schließe die Atheisten aus dem Glauben nicht aus (was nicht heißen soll, das ich ihren Nicht-Glauben relativieren möchte).
    Verständlich?

    Posted 17 Aug 2011 at 17:14
  5. Michael Hubertz wrote:

    Dein Motto im Original:
    „…
    I have nothing to say
    and that is poetry
    …“
    Poesie brauchte Cage nicht, der war nämlich kein Dichter, sondern Komponist, jemand der Musik erfindet, nicht bloss mit seiner Sprache ‚rumspielt‘!
    Hubi:-)

    Posted 19 Aug 2011 at 10:49
  6. admin wrote:

    Hallo Hubi,
    nun ja, „mein Motto“ stammt aus der Übersetzung von Ernst Jandl, vielleicht hat er es poetischer gesehen als Cage? Aber auch Cage hat sich nicht nur als Komponist verstanden, häufig hat er diesen Begriff sogar für sich abgelehnt.

    Allerdings habe ich dieses Motto nicht einfach so gewählt, es enthält mehr, als nur den Hinweis auf den Komponisten, der etwas sagt in dem er etwas komponiert.

    Es enthält gleich mehrere Fragen:

    1. WER hat etwas zu sagen? ist also berechtigt gehört zu werden. Es geht darum zu definieren wann jemand berechtigt ist, die Zeit anderer Menschen mit seiner Poesie zubelegen. Und so wie ich Cage verstehe: Jeder zu jeder Zeit, allein es ist niemand verpflichtet zuzuhören. Denn es steht ihm frei, das Auditorium (in das er sich vielleicht nur verirrt hat?) zu verlassen. „John ich mag dich, aber das ist mir zuviel“

    2. WIE wird etwas gesagt? hier geht es um die Situation des Hörens in einem Vortrag, der auch ein Musikvortrag ist. Anders als Ligeti bei seinem Schweigevortrag „Die Zukunft der Musik“ (1961) enthält 4’33“ keine Aussage und dennoch wird ein Auditorium vorausgesetzt. Das WER ist also beantwortet: Ein Vortragender, jemand der eine Performance macht und damit jemand der seine Leistung für vortragenswert hält.
    Der „Vortrag über das Nichts“ Cage/Jandl wurde 1991 in München von Jörg Hube (der ein wirklich sehr guter Schauspieler war) vorgetragen, doch war er (meiner Meinung nach) dem Thema nicht gewachsen. Die Stillepassagen waren so von seiner Nervosität angefüllt, dass sie nicht gut zu ertragen waren (sie sind sonst für mich ein Genuss, aber vielleicht war das eben die Hubesche Hörerfahrung auf die ich mich hätte einlassen sollen?). Fazit: Auch zum Schweigen gehört eine Befähigung. Und zum Aushalten des Schweigens sowieso.

    3. WAS, da „Lectures on Nothing“ nicht einfach aus Schweigen besteht und Cage sagt, die „Stille will das ich weiter rede“, gibt es auch ein WAS. Das WAS ist am ehersten einem Koan gleich? Ist es Poesie der Musik oder Musik der Poesie, Lautmalerei ein Bild also, wer wagt es das festzulegen? „Lest mir die Stelle noch mal vor, wo ich alle Enterbe“
    (vergl. „Da ist kein Pilz, da ist kein Blatt“)

    Doch könnte ich deine Aussage „Poesie brauchte Cage nicht, der war nämlich kein Dichter, sondern Komponist, jemand der Musik erfindet, nicht bloss mit seiner Sprache ‘rumspielt’!“ durch aus auch als Beleidigung auffassen …

    Ist der Komponist mehr wert als ein Dichter?

    Tut ein Dichter nicht mehr als mit seiner Sprache rumzuspielen?
    Da ich mich als Schreibender auffasse (vielleicht wie Nietzsche, weil ich nicht genügend zum Komponisten tauge), glaube ich schon, dass meine Texte mehr sind als „nur ein Spiel“ oder doch nicht?
    „Die ganze Welt eine Bühne und alle Menschen nur Schauspieler“

    Und ja, dieser Blog ist überflüssig, so wie das ganze Leben überflüssig ist – wörtlich es entsteht aus dem Überfluss.

    Doch stimmt die Aussage „Poesie brauchte Cage nicht“ überhaupt?
    Da Poesie „Erschaffen“, „Machen“, „Verfertigen“ heißt (und nicht nur den Gegensatz von Prosa darstellt), fällt es Cage schwer sich der Poesie zu entziehen, so sehr er das (scheinbar?!!) immer wieder versucht hat. Und ich glaube, das gerade die Poesie eine stärke von Cages Musik ist, auch wenn sie vielen eher prosaisch vorkommt.

    Schöne Grüße
    Stefan

    Posted 28 Aug 2011 at 13:29

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